Mittelinsel als Querungshilfe ist unzureichend für Fahrräder mit Anhänger
Viele - die meisten - Mittelinseln, die Radfahrern und Fußgängern als Querungshilfe dienen sollen, sind für Fahrräder mit Anhänger ungeeignet, da sie nicht tief genug sind. Entweder das Fahrrad oder der Anhänger kommen auf einer Fahrspur zu stehen oder das Gespann mus quer aufgestellt werden, wozu häufig die Breite statisch oder für das erforderliche Fahrmanöver nicht ausreicht.
Das gilt für die Mittelinsel zwischen Straße und Schiene an der Kreuzung von Hirtenweg und Haid-und-Neu, die Mittelinsel Theodor-Heuss-Kanalweg und die Mittelinsel zwischen Straße und Schiene am Durlacher Tor und sicherlich an vielen anderen Stellen in Stadt und Land. Hier an dieser Stelle (Kreuzung Hagsfelder Allee, Hirtenweg) kommt jedoch hinzu, dass wegen der großen Kita im Technologiepark relativ viele Radfahrer mit Kinderanhänger unterwegs sind und dass die Straße während der Rush Hour durch die hohe Verkehrsstärke entlang des Hirtenwegs tatsächlich schwieig zu queren ist, die Querungshilfe also eine echte und notwendige Hilfe darstellt.
Ob das durch eine Ampel oder eine tiefere Mittelinsel oder ein vorgegebenes S-Manöver (d.h. Aufstellen mehr oder weniger parallel zum Hirtenweg) zu lösen ist, ist nachrangig. Wichtig ist, dass Eltern nicht durch unzureichende Radinfrastruktur entmutigt werden das Rad zu nutzen und ihre Kinder doch wieder mit dem Auto transportieren. Denn diese Entscheidung prägt die Vorstellung der Kinder von üblicher Mobilität.